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Unsere Kirchen


St. Johannes Baptista Altenkessel

Kirchenpatron ist Johannes der Täufer. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt.
Für das heutige Kirchengebäude entwarf Architekt Wilhelm Hector (Saarbrücken-St. Johann) die Pläne, die in den Jahren 1902 bis 1903 umgesetzt wurden. Für die Maurer- und Steinhauerarbeiten zeichnete Richard Schmidt sen. (Luisenthal) verantwortlich. Nachdem die Kirche im Zweiten Weltkrieg Schäden erlitten hatte, wurden diese in den Jahren 1945 bis 1960 im Rahmen einer Restaurierung behoben. Im Jahr 2000 wurde die Krypta unter der Sakristei zu einer Werktagskirche umgebaut.
Das Kirchengebäude wurde im Stil der Neugotik als dreischiffige Basilika errichtet. Das Langhaus, mit vorangestelltem Kirchturm mit Spitzhelm, unterteilt in ein Mittelschiff und zwei niedrigere Seitenschiffe, weist eine Unterteilung in vier Joche auf. An das Langhaus schließt sich ein Querschiff an, daran ein fünfseitiger Chor mit polygonalem Abschluss. Als Grundriss ergibt sich somit die Form eines Lateinischen Kreuzes. Die Decken der drei Schiffe werden von Kreuzrippengewölben geformt. Die Decke der Vierung, der Stelle, an der Mittel- und Querschiff zusammentreffen weist ein Sterngewölbe auf. In den Gewölbefeldern und Bögen befinden sich Malereien mit stilisierten Motiven aus der Tier- und Pflanzenwelt, sowie Ornamentmalereien. 
Zur Ausstattung der Kirche gehört eine künstlerisch anspruchsvoll gearbeitete Kanzel mit den Darstellungen der vier bedeutendsten Kirchenlehrer des Abendlandes: Hieronymus, Ambrosius von Mailand, Augustinus von Hippo und Papst Gregor der Große. Von den Altären der ursprünglichen Ausstattung hat sich als einziger der Marienaltar erhalten.
Die drei Fenster im Chor zeigen bedeutende Szenen aus dem Leben des heiligen Johannes des Täufers.
Im Außenbereich der Kirche befindet sich eine Lourdesgrotte.
Die Orgel der Kirche wurde 1912 als opus 463 von der Firma Friedrich Weigle (Stuttgart-Echterdingen) erbaut, aber erst 1913 in der Kirche auf der Empore aufgestellt. In den 1950er und den 1970er Jahren erfolgten Umbauten im Sinne der Orgelbewegung, bei der einige Register zur Aufhellung des Klangs ausgetauscht und der ursprünglich neugotische Prospekt in einen Freipfeifenprospekt umgewandelt wurde. Ein Teil des Gehäuses blieb erhalten. Von dem Umbau nicht betroffen war die Anzahl der Registerzahl und der mit Blickrichtung zum Altar freistehende Spieltisch. Die Umbaumaßnahmen in den 1970er Jahren wurden von der Firma Hugo Mayer (Heusweiler) durchgeführt. Im Jahr 2006 kam es zu einer Rekonstruktion der ursprünglichen Disposition von 1912 durch Thomas Gaida (Wemmetsweiler). Das Instrument verfügt über 30 Register, einen Gruppenzug und zwei Transmissionen, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Die Traktur ist pneumatisch. 


St. Elisabeth Rockershausen

Die Kirche St. Elisabeth trägt das Patrozinium der heiligen Elisabeth von Thüringen. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt.
Die Kirche wurde von 1928 bis 1929 nach einem Entwurf der Architektengemeinschaft Ludwig Becker und Anton Falkowski (Mainz) errichtet. Die örtliche Bauleitung übte Dipl.-Ing. Peters (Nalbach) aus. Im Jahr 1954 wurde die Kirche einer Restaurierung unterzogen. 2007 kam es zu Restaurierungsmaßnahmen im Innenraum.
Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine Hallenkirche in expressionistischer Formensprache. Der Innenraum des Langhauses wird durch Säulen in ein breites Mittelschiff und zwei schmale Seitenschiffe gegliedert. Nördlich an das Langhaus schließt sich der Chorraum mit halbrunder Apsis an. Der Turm der Kirche ist westlich im Bereich der Südfassade an das Kirchenschiff angebaut. Zur Ausstattung der Kirche gehört das große Altarbild in Sgraffito-Technik an der Rückwand des Chorraums, das das Rosenwunder der heiligen Elisabeth darstellt. Geschaffen wurde es von Kunstmaler und Restaurator Arnold Mrziglod (Tholey). Weitere Ausstattungsgegenstände sind die 1954 angefertigten Fenster. Sie ersetzten die ursprünglichen, im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fenster, die Motive aus dem Leben Jesu und der heiligen Elisabeth zeigten. Rechts und links des Altars befinden sich zwei Wandgemälde mit Auferstehungsszenarien. Der Kreuzweg der Kirche ist in schlichter figürlicher Darstellung gehalten.
Die Orgel der Kirche wurde Ende der 1950er Jahre von Anton Schwenk für das Münchner Kolping-Haus erbaut, welches sich mitten in der Innenstadt in der Nähe des Stachus befindet. Um ca. 1988 wurde die Orgel abgebaut und bei der Münchner Orgelbaufirma Wilhelm Stöberl eingelagert, der sie um ca. 1990 an die Kirchengemeinde St. Elisabeth Altenkessel verkaufte. Das auf einer Empore aufgestellte Instrument verfügt über sechs Register, verteilt auf ein Manual und Pedal. Es handelt sich um das einzige bekannte Instrument von Anton Schwenk mit mechanischen Trakturen, wobei allerdings die Spiel- und Registertraktur des Subbass pneumatisch ist.
Wie für die Ev. Kirche Altenkessel so goss im Jahr 1954 die Saarlouiser Glockengießerei in Saarlouis-Fraulautern, die von Karl (III) Otto von der Glockengießerei Otto in Bremen-Hemelingen und dem Saarländer Aloys Riewer 1953 gegründet worden war, für die St.-Elisabeth-Kirche Altenkessel zwei Bronzeglocken mit den Schlagtönen: e' – a'.


St. Bartholomäus Klarenthal

In Klarenthal (Gräfinhütt) wurde am 29. August 1887 der Grundstein für eine Kapelle zu Ehren des heiligen Bartholomäus gelegt. Bereits kurze Zeit danach war die Kapelle zu klein. Der Bau für eine Kirche wurde 1910 vom Bistum abgelehnt. Erst am 18. Oktober 1925 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt und bereits am 12. Juni 1927 erfolgte die Einweihung. Nach Fertigstellung der Kirche wurde die Kapelle niedergelegt. Die Kirche erhielt wie die Kapelle das Patrozinium des heiligen Bartholomäus. Im Jahre 1930 wird Klarenthal eine eigene Pfarrei, erster Pfarrer ist Pastor Peter Weber. Die acht Fenster aus dem Jahre 1953, stellen die acht Seligkeiten der Bergpredigt, dar und wurden zuletzt 2007 restauriert. Das Altartriptychon verbildlicht den Vers "Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid" und wurde 1976 von der Firma Mrziglod (Tholey) angefertigt. Eine erneute Ausmalung der Kirche fand 1982 statt, die Wandmalereien von kunstvoll gemalten Rosenstöcken, in denen sich allerlei Tiere tummeln, wurden erhalten. Die letzte große Renovierung der Kirche fand 2009-2010 statt. 


St. Michael Gersweiler

Kirchenpatron ist der Erzengel Michael. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt. 
Im Jahr 1866 stand den Katholiken in Gersweiler durch den Umbau eines ehemaligen Glasmagazins zu einem Betsaal ein Ort für Gottesdienste zur Verfügung. Ein im Jahr 1870 angefertigter Entwurf des Architekten Kreisbaumeister Grevelding zum Bau einer Saalkirche kam wegen Finanzschwierigkeiten nicht zur Ausführung.
Im Jahr 1886 erfolgte die Gründung der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael in Gersweiler, und im Jahr 1888 konnte die Grundsteinlegung für ein nach Plänen des Architekten Wilhelm Hector (Saarbrücken-St. Johann) errichteten Kirchengebäudes vorgenommen werden. Für die Ausführung der Erd- und Maurerarbeiten zeichnete die Firma Philipp Schultheis (Saarbrücken) verantwortlich. Am 27. Oktober 1889 fand die Einweihung der fertiggestellten Kirche statt.
Der erste Pfarrer der Gemeinde war Michael Alt, dem zu Ehren man auch den heiligen Michael als Kirchenpatron auswählte.
In den 1960er und 1970er Jahren kam es zu umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten. Dabei verschwand die Bemalung der Seitenwände und des Chorraums. Die ebenfalls bemalte Decke wurde durch eine zweite hölzerne Decke abgehängt, ist also noch vorhanden.
Die Kirche St. Michael wurde als Saalkirche im Stil des Historismus erbaut, wobei vor allem auf neoromanische Stilelemente zurückgegriffen wurde. Das Kirchengebäude gliedert sich in den Turm mit pyramidenförmigem Spitzhelm, das sechsachsige Langhaus und einen fünfseitigen polygonalen Chorraum. Im Turm befand sich das Haupteingangsportal, das zugemauert, und durch zwei Eingangspforten links und rechts davon ersetzt wurde. Zur Ausstattung der Kirche gehören Fenster mit Darstellungen von biblischen Szenen. Darunter sind auch Werke des ungarisch-deutschen Architekten und Kirchenfenstermalers György Lehoczky (Saarbrücken). Die Fenster im Chorraum zeigen links die von Bergarbeitern umgebene heilige Barbara, in der Mitte die Auferstehung und rechts den Kirchenpatron St. Michael. An der Stelle des früheren Haupteingangs befindet sich eine Pietà. Der ehemalige Hochaltar im neoromanischen Stil wurde durch einen modernen Altar mit der Darstellung des Abendmahls ersetzt.
Die erste Orgel der Kirche wurde 1946 von Georges Schwenkedel (Straßburg) erbaut. Im Jahr 1966 erfolgte ein Neubau unter Verwendung von alten Teilen durch die Firma Hugo Mayer (Heusweiler), bei denen drei neue Register auf elektrischen Schleifladen eingebaut, sowie zwölf neue Schleifen vorbereitet, jedoch nicht besetzt wurden. Außerdem wurde ein drittes Manual gebaut auf dem aber bislang nur das Krummhorn besetzt ist. Das auf einer Empore aufgestellte Taschenladen- (bzw. Schleifladen)-Instrument verfügt über 20 (21) Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Die Spiel- und Registertraktur ist elektropneumatisch (bzw. elektrisch).


Herz Mariä Ottenhausen

Die jüngste unserer Kirchen ist die Herz-Mariä-Kirche in Ottenhausen (Gersweiler). Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. Januar 1952 , die Einweihung am 10. Juli 1952. Eigene Pfarrgemeinde wurde Ottenhausen am 12. Oktober 1961. Der erste Pfarrer der Gemeinde war Josef Strauß.